Hollywood ruft an. Ja oder nein, Marlene Zilias?

09 05 2019

Hollywood ruft an. Ja oder nein?

Ja klar. Ich halte das jedoch für ziemlich unrealistisch (: Ob ich Spaß hätte, hängt natürlich von 1000 anderen Dingen ab- und das ist ja überall, egal wie viel Kohle dabei rauskommt, irgendwie ähnlich: Kollegen, die ich gut spüren kann, ein guter Text und eine Regie, die genug Vertrauen aufbaut, damit ich Loslassen kann.

Von welchem Geld hast du dir deine erste eigene Geige gekauft?

Ich habe mir tatsächlich noch nie in meinem Leben ein Instrument selbst gekauft, außer neulich, ein Rhythmusei. Als ich angefangen mit 6 Jahren, hat mein Taschengeld selbst für eine ganz kleine Kindergeige nicht gereicht (;- meine Eltern sind mit mir etwa alle 2 Jahre zum Geigenbauer gegangen um jeweils die kleinere Größe gegen die nächst größere einzutauschen- bis ich mit 12 Jahren so lange Arme hatte- darauf kommt es nämlich an (ich bin froh, dass nicht die Beinlänge ausschlaggebend war, sonst hätte ich wohl immer noch ein Kinderinstrument (: – dass ich die Geige von meinem Opa geerbt habe. Er hat damals noch gelebt und ich kann mich noch sehr gut an den nach Feuchtigkeit und irgendwie „nach Krieg“ stinkenden harten Kasten erinnern- Darin lag dann meine Geige,erbaut 1895, die ich immer noch spiele und zu der ich – wie alle Musiker denke ich- eine liebevolle Beziehung führe und mit deren Klang ich nach wie vor sehr zufrieden bin. Den stinkigen Kasten haben wir natürlich ausgetauscht.

Welches Theaterstück hast du zuletzt gesehen und wie hat es dir gefallen?

Das war „Terror“ in einem Off Theater in Köln. Hat mir nicht besonders gut gefallen, bis auf den Schauspieler, der den Pilot gespielt hat. Der hat mich berührt. Die Inszenierung sollte „realistisch“ wirken, also wie im Gerichtssaal, aber ich finde, sobald ich als Zuschauer im Theater sitze, dann weiß ich ja, ah, ich bin im Theater- und dieses Bewusstsein bekommt man gerade durch eine total statische – Entschuldigung- phantasielose Inszenierung nicht weg. Ich möchte verzaubert werden im Theater und am liebsten nicht unbedingt auf intellektuellem Weg, sondern emotional. Ganz anders war „Gott“ am Schauspielhaus in Köln (das zweitletzte Stück, das ich gesehen habe). Ich habe zwar geistig nicht alles kapiert, aber es war irgendwie immer spannend. Vor allem hat einer der Schauspieler mir und meinen beiden Freundinnen einen peinlich pubertären Lachflash beschert- wir konnten gar nicht mehr aufhören, weil er so lustig und völlig kompliziert in eine ins Bühnenbild integrierte Tür eingestiegen ist. Es war herrlich!

Marlene Zilias, geboren 1987, ist eine Schauspielerin und Violinistin aus Köln.

 

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